Freitag, 25. September 2015

Flugtag 2 - Marios Bilanz und Marcos Pech

Startinstallation von Mario
Mario Purkathofer widmet sich im Rahmen des Vermessungsjahr der Flugaufklärung.

Mit dem ersten Flugtag scheint er zufrieden (im Gegensatz zu Marco Rainolter, der etwas konsterniert wirkt):
 Endinstallation von Marco


Mittwoch, 23. September 2015

Flugtag - Rückschau

Drohnenalarm über Noseland
Am Samstag, den 19. September, fand der erste Flugtag auf Noseland statt. Es nahmen vier Drohnenbesitzer teil: Mario Purkathofer, der als Künstler diese Aktion plus deren Auswertung ausrief, Richard Brand, Marco Rainolter und ich.
Mario Purkathofer beschwört sein Dröhnchen
Jeder Pilot schaffte einen Absturz, wobei Marcos Drohne an der Fahnenstange zur vorläufigen Flugunfähigkeit zerschmetterte, nach einem ersten Augenschein drohen höhere Reparaturkosten.
Die andern Drohnen konnten lädiert weiterfliegen, wobei meine Drohne es nicht mehr schaftte abzuheben, worauf wir herausfanden, dass ich das Batterielade-Prozedere noch ungenügend verstanden hatte.
Richard Brand initiert seinen Phantom (echt beängstigend, wenn der in deinem Rücken surrt!)
Insgesamt konnten immerhin über eine Stunde Fernerkundungsdaten gesammelt werden, welche Mario Purkathofer nun auswertet. Das Resultat wird vom 6. Dezember bis 3. Januar 2016 in der Noseland-Galerie anlässlich der 1. Internationalen Vermessungsausstellung gezeigt.                                                                       
Erste Flugbilder von Noseland

p.s. die Sache mit der Batterie habe ich dann hingekriegt und am Sonntag nochmals einen Flug gestartet. Der begann ziemlich gut, schraubte sich wie erwartet in die Höhe, führte mit dem Schwung der geladenen Batterie hoch hinaus, verlor die Kontrolle, schwebte über den Wald, widersetzte sich jedem Rückruf und verschellte irgendwo hinter den grossen Tannen (Referenz an Hermann Burgers Schilten mit dem Kapitel über das Verschellen?).
Mein Quadrocopter hängt jetzt entweder oben auf einem Baum oder liegt irgendwo im Gebüsch... eine erste Suchaktion schlug fehl.

Montag, 21. September 2015

Vermessungsgeschichte 11: Die Atlanten

Wir starten wieder mal bei Garfields Karten!, wo wir lesen, wie Mercator posthum den Begriff Atlas prägte. Vielleicht hätte man aber Ptolomäus Kartensammlung durchaus schon als Atlas bezeichnen dürfen, spätestens als Waldseemüller sie um seine Karten ergänzt hatte.
Im 16. Jahrhundert wurde es in Venedig Mode, massgeschneiderte Atlanten zu bestellen (frühes print-on-demand).
Abraham Ortelius brachte es -allerdings in Antwerpen- auf die Bestsellerliste mit 31 Auflagen und 7300 verkauften Atlanten, welche sich einer neuen, aufgeklärten Sichtweise zuwandten. Die Niederländer schafften es schliesslich, die Kartographie zu einer lohnenden Kunstform zu erheben, eine Kartenindustrie aufzubauen und den gemäss Garfield weltweit schönsten Blaeu Atlas Maior zu drucken.
Willem Blaeu begann um 1603 Globen zu bauen, zeichnete 1605 eine Weltkarte und wurde 1633 kaartenmaker van de Republiek.
Ausschnitt Schweiz der Blaeu-Katen (Quelle: Wikipedia)
Ab 1895 wurde der Times Atlas ein Welterfolg.

Lohnenswert auch das Video Mit offenen Karten: Unsere Quellen, in welchem hinterfragt wird, wie wir uns in andere versetzen sollen, wenn wir uns selbst als Mittelpunkt der Welt sehen. Hier sollen uns die Karten helfen. Unser philosophisches Problem bleibt, dass wir selber immer nur einen Ausschnitt der Welt erfahren können, so sind wir Europäer uns eurozentrierte Karten gewohnt.

Es wird anhand dreier Karten gezeigt, wie sich die Weltsicht verändert, je nachdem eine Karte aus chinesischer Sicht gedruckt wird und somit auch China im Mittelpunkt der Karte liegt und Amerika rechts aussen.
Aus Sicht der Japaner wird zum Beispiel Amerika links und rechts gezeigt, womit die Meere verdeutlicht werden. Australien kehrt sogar Norden und Süden um.
Sicht Downunder (Quelle: Video Mit offenen Karten: Unsere Quellen)
Weiter wird gezeigt, wie sich die Grenzen der Nationen historisch auswerten oder Migrationsströme beobachten lassen. Den Schluss macht der Atlas der imaginären Erlebniswelten.

Via die Erlebniswelten fanden wir das Video, das den Aventurischen Atlas durchblättert, ebenfalls eine erfundene, mittelreichische DSA-Spielwelt. Ich hoffe, es sind die passenden Videos... auf jeden Fall speziell!



Samstag, 19. September 2015

Die Sibellyanische Vermessung

Um den Rückblick der Vorschau von vorgestern von meiner Seite her abzuschliessen, zeige ich hier noch das Video, das im August entstand, als Sibylle Ettengruber in Noseland wirkte:

Die einsame Wiesenergeherin Sibylle Ettengruber

Donnerstag, 17. September 2015

Radiovorschau auf das Vermessungsjahr

Ab jetzt ist ca. 3 Monate der Link gültig zur Kanal K - Podcast-Seite: die erste Radiovermessung, ein bisschen Rückschau mit Sibylle Ettengruber, viel Vorschau, Interviews mit Dominik Lipp und Oliver Ziltener von FWD>>, Martin Gut, Sonja Steger, Kurt F. Hunkeler. Die Musik kommt von Abaton.
Sonja Steger half schon Pakete auspacken in Noseland
Oder einfach hier anhören:

Dienstag, 15. September 2015

Vermessungsgeschichte 10: Kreative Kartographen 1 - die Kong-Berge

Die sagenhaften Kong-Berge sind ein weiteres Kapitel in Simon Garfields Karten!

Der Major und Pionier der Ozeanographie James Renell erfand 1798 im Zuge seiner Auswertung der Reiseberichte Mungo Parks die Kong-Berge, somit ein Riesengebirge, das sich tausende von Kilometer quer durch Westafrika erstreckte- wenigstens auf seiner Karte!
Die Quelle, der schottische Afrikareisende Park, hatte selber nur beschrieben, dass er einige Gipfel gesehen habe.
Es war die Leistung Rennells, diese einzelnen Gipfel zu einem Riesengebirge auszudehnen. Der Grund für seine plumpe Lüge war, dass die Kong-Berge seine Theorie über den Verlauf des Nigers stützte.
Immerhin hatte er soviel Einfluss auf die Kartographie, dass die Kong-Berge bis ins 20. Jahrhundert weiter gezeichnet wurden, zuletzt 1905 in Tramplers Mitelschulatlas in Wien!
Allerdings war der französische Afrikaforscher Louis-Gustave Binger schon 1887/88 in die Gegend gereist und hatte festgestellt, dass dieses unüberwindbare, gemäss Meyers Konversationlexikon anno 1880 „unerforschtes Gebirge, welches nördlich von der Küste von Oberguinea auf einer Strecke von 800 bis 1000 km zwischen dem 7. u. 9. Breitengrad bis zum 1.° westl. L. v. Gr. sich hinzieht“, gar nicht existierte!
Die Kong-Berge auf einer Karte von John Cary, 1805 (Quelle: Wikipedia)
Rennell hätte sich besser nur als Ozeanographe betätigt, wo er tatsächlich Pionierleistungen erbrachte, seine Karte der Meeresströmungen gehört zu den ersten wissenschaftlichen Arbeiten, deren Erkenntnisse so gut waren, dass sie erst 1963 wesentlich ergänzt werden konnten.
Qualitativ hochstehende Meeresströmungenkarte von Rennell (Quelle: Wikipedia)



Sonntag, 13. September 2015

Jungfernflug

Natürlich habe ich mir auch eine Drohne gekauft für den Flugtag am 19. September auf Noseland!
Um nicht an unvorhersehbaren Schwierigkeiten zu scheitern, hielt ich es für richtig, den Quadrocopter zu testen.
Ich weiss nun, wie ich fliegen, fotografieren und filmen kann.
Das richtige Fliegen hingegen muss ich nochmals üben. Ich denke, dass ich dafür nach Noseland gehen muss, wo das Feld freier ist, als in der Pfalz, wo man schnell hektisch wird, weil Bäume, Hüttenkunst und Haus im Weg rum stehen.