Freitag, 29. Juli 2016

Fachliteraturhinweise

Anbei einige Links zu Fachliteratur:

Zum langfädigen Nachlinken:
Vermessungstechnik von A - Z

Für die Schweizspezialisten:¨
Literaturliste zur Geschichte und Entwicklung der Schweizerischen Landesvermessung

Fachliteratur zu einem Spezialthema:
Electronic Distance Measurement

Handfestes:
Trigonometrische Tabellen zum Gebrauch bey Forst- und Feldvermessungen
(Quelle Bildschirmfoto)
Artikel: Neueste Entwicklungen und Technologien für modernste Totalstationen mit höchster Messgenauigkeit

Videoliteratur zur Koordinatenbestimmung:
Kartenarbeit:
Digitale Karten lesen:

und hier noch lernen wie man Bodenanalysekarten interpretiert:

und etwas weniger fachlich, respektive von einem anderen Fach aus gesehen: Anagramme

 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Mein persönlicher Bezug zu Karten

Ich erinnere mich an ausgelegte Schweizer-Karten im Kinderzimmer, auf denen meine Soldaten und Indianer rumschwirrten, um in fiktiven Kämpfen und Schlachten von mir bestimmte Gebiete zu erobern: ich war der Herr über die Welt und die Figuren darin!

An der Bezirksschulabschlussprüfung gehörte ich dann scheinbar zu den drei Preiswürdigen und erhielt als Prämie den Putzger:
DER Putzger
Zuerst wollte ich enttäuscht sein, ob diesem bräunlichen Ding, doch bei genauerer Betrachtung war es für mich schon damals historisch Interessierten eine wahre Fundgrube. Der chronische Aufbau der Karten erlaubt das verfolgen der Weltgeschichte. Mit zu den Entdeckungen gehörte damals wohl der Umstand, dass da Karten ohne Schweiz waren...

Zu den Jugenderinnerungen gehört natürlich Monopoly, das in strengem Sinne auch eine Karte darstellt, ebenso wie das Leiterlispiel. Später wurde es nochmals kriegerisch: Risiko spielten wir Ende Pubertät anfangs Adoleszenz nächtelang, wobei ich selten gewann -zuwenig erfolgssüchtiger Stratege!

Später interessiert eich mich als Wanderer für die Wanderkarte, geriet im digitalen Zeitalter an search.ch, den Onlineidenst, der mir heute noch für Schweizer Belange bestens dient und natürlich auf Google Map, welches für weltweite Fragen zuständig wurde.

Und jetzt habe ich mich ein ganzes Jahr (eher zweieinhalb inklusive Vorbereitung) zwecks dieses Blogs mit Karten, deren Geschichte, Entstehung und Wirken beschäftigt, was äusserst faszinierend war und mich in die unterschiedlichsten Forschungs- und Wissensgebiete geführt hat.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Noch ein paar Links zu Karten

Interessantes Buch zu kaufen: Die Geschichte der Kartographie
und noch was Gedrucktes Zur Macht der Karten
sowie eine Literaturliste.

Ein interessanter Ausflug gefällig: Meisterwerke der Kartographiegeschichte in der Bayerischen Staatsbibliothek in München:
Kartenausschnit (Quelle Bildschirmfoto)
Dazu das passende Video zur bayerischen Vermessung in der Staatsbibliothek:

Wers lieber schweizerisch hat, schaut bei kartengeschichte.ch oder hört sich durchs Audioarchiv.

International gehts bei mapyear zu.

Dienstag, 26. Juli 2016

How did they make this maps?

(Quelle Bildschirmfoto)
How did they make this maps ist ein interessanter Vortrag von Dr. Robert Karrow in Englisch, der den technischen Problemen der Kartographie nachgeht, schliesslich kann man am Meer nur einige Kilometer weit sehen und auch auf den Bergen nur etwas über 100 Kilometer.
Vom Flugzeug aus sieht man dann mehrere hundert Kilometer und staunt, wie genau alte Karten schon sind!

Arabische Halbinsel im Vergleich zu portugiesischer Karte aus dem 16. Jahrhundert (Quelle Bildschirmfoto)
 
 
Karrow erklärt nochmals Eratoshtenes und die rechnerischen Folgen der Erdkrümmung, wie Ptolemäus über die Tages- und Nachtlänge Distanzen rechnete sowie die Informationen der römischen Armee auswertete und man dank Gitternetzen schliesslich Karten und ganze Globen erstellen konnte. Ptolomäus 'digitalisierte' seine Merkpunkte auf den Karten, indem er Längen- und Breitengradtabellen erstellte.Karrow zeigt auch das Prinzip der nautischen Portolan-Karten und weitere mittelalterliche Vermessungsgeräte. Den Abschluss macht die Kartographierung der Great Lakes.

Montag, 25. Juli 2016

Gesetz

Natürlich gibt es auch Gesetze zur Vermessung nämlich hier das Bundesgesetz zur Geoinformation:

(Quelle Bildschirmfoto)

Das PDF zum Aargauer Gesetz!

Und der einfache, schlanke Artikel aus der Noseländischen Verfassung:

Art. 74
Raumplanung
1
Der König kann Grundsätze der Raumplanung festlegen
2
Die Landesvermessung kann Sache des Königs sein
3
Die bestehende Raumplanung scheint eine optimale Lösung darzustellen
4
Noseland soll unbebautes Land bleiben

Sonntag, 24. Juli 2016

Vorschau: Building New Aarau

Das Internationale Vermessungsjahr auf Noseland geht zu Ende, doch ein neues Thema wartet schon auf die Künstler: 

Building New Aarau

Ein Projekt zum Thema äussere und innere Migration im Rahmen zweier Utopien mit historischen Bezügen.

Historischer Hintergrund
Andreas Dietsch, ein aus Deutschland kommender Bürstenmacher, Agitator, Schriftsteller und Frühsozialist, wohnte vor über 171 Jahren im gleichen Haus an der Pelzgasse in Aarau, wo ich selber seit 2007 lebe und 2008/2009 das Projekt Noseland ausarbeitete.
 
Andreas Dietsch in Wikipedia (Quelle Bildschirmfoto)
Ohne von Dietsch zu wissen, schuf ich hier die theoretischen Grundlagen der Mikronation Noseland mit sehr ähnlichen Utopien, wie sie Andreas Dietsch anfangs 1840er-Jahre unter anderem in der Schrift Das Tausendjährige Reich niederschrieb. Die Noseländische Verfassung unterscheidet sich wesentlich nur betreffs der Religion, welche in Noseland nicht öffentlich gelebt wird, bei Dietsch aber eine zentrale Rolle spielte.

Vor 3 Jahren stolperte ich erstmals über Andreas Dietsch, weil der Hausbesitzer Andreas Haller alias Wenzel eine Gedenktafel zu Ehren Dietschs in Auftrag gegeben hatte. Schnell erkannte ich die Parallelen zwischen seiner äusseren Emigration nach dem verheissenen Land Amerika und der inneren Immigration Noselands, welches sich nach innen aus dem grossen Komplex Schweiz herauslöste. Dietsch verliess die Schweiz wegen oekonomischen Problemen, die durch die Industrialisierung dem Handwerk den existenziellen Boden entzogen, Noseland verliess die Schweiz unter anderem wegen der Enttäuschungen, die der Kapitalismus im Zuge seines Sieges über den Kommunismus Ende Achtziger in der Folge in Form der grenzen- und hemmungslosen Globalisierung in die Welt setzte.

Andreas Dietsch hat seine Reise und die Aufbauversuche ‚New Aaraus’ –der künftigen Hauptstadt Neu Helvetias- in Tagebuchform gründlich dokumentiert, erschienen 1978 im Limmat Verlag: Die grossartige Auswanderung des Andreas Dietsch und seiner Gesellschaft nach Amerika.
Ein wichtiges Attribut Noselands ist die multimediale Dokumentation im Netz, welche den winzigen Flecken Wiese mit der ganzen Erde kommunizieren lässt.

Dietschs Schicksal war es, dass er schon im ersten Winter, Ende Januar 1845, verstarb und das frühsozialistische Projekt in der Folge scheiterte, die zwei einzigen gebauten Häuser wurden verlassen und verfielen. Vom geplanten Tausendjährigen Reich blieben eine rostige Schere, einige Gräber, ein Apfelbaum und einige Rebstöcke.
Noseland feiert am 1. April 2016 sein siebenjähriges Bestehen, wird aber irgendwann mit dem Tod König Brunos des Ersten und Letzten wieder verschwinden und als leere Wiese in der Zukunft verhallen.

Künstlerische Umsetzung
Der Kunst und Noseland unterliegt es nun, die Vision Andreas Dietsch noch einmal –temporär- auferstehen zu lassen: Rund um das Thema Building New Aarau entstehen tonale Werke, Licht-Landart, Thematische Gruppenausstellung und Performance Art.

Die Grundfragen lauten: Wie soll New Aarau aussehen? Was braucht eine neue Stadt? Welche Funktionalitäten soll New Aarau erhalten? Welche städtebaulichen Dimensionen dienen dem Sozialleben der Stadt? Welche Kultureinrichtungen sind von Nöten? Was unterscheidet eine Stadt von damals von der Stadt von heute? Inwiefern soll New Aarau besser sein als Aarau? Welche Konsequenzen hat es, eine Stadt von Grund auf neu zu bauen, im Vergleich dazu, wenn sie einfach wächst? Welche Utopie verwirklicht New Aarau?

Die Künstler sollen sich grundlegend an der Noseländischen Verfassung und der Schrift Das Tausendjährige Reich orientieren. Kurzfristige Ausnahmen für temporäre Bauten im Zusammenhang mit Building New Aarau werden im kuratorischen Gespräch ermittelt.

Nebst der immer wichtiger werdenden Funktion Noselands als Residence, als Arbeitsort, als Atelier, als Künstler-Melting-Point stehen öffentliche Anlässe (Galerie-Konzert, Podium, Ausstellungen) und vor allem die mediale Dokumentation (Blog) im Internet im Vordergrund, welcher tausende von Menschen erreicht.

Konzept und Kuration: Bruno Schlatter

Das Projekt wird in sieben Phasen umgesetzt:
1) 13. - 20. Novmeber City Light: Landart mit Vittorio Misticoni (Sursee) (Kuration durch Bruno Schlatter)
2) 04. Dezember 2015 - 08. Januar 2017 Internationale Ausstellung Building New Aarau mit  internationalen Künstlern
3) Frühling 2015: The historical Utopia mit Cho Linska (Zürich) & Bruno Schlatter
4) Podium: Stadtutopie & Energie mit Niklaus Walther
5) Blog: Building New Aarau von Bruno Schlatter
6) Performancefestival in Zusammenarbeit mit FWD>>
7) The sound of Nature and New Aarau mit Piotr Damasiewicz & Wojtek Kielar (Polen), Marco Käppeli & Bruno Schlatter (Schweiz)




Samstag, 23. Juli 2016

Vermessung des Urbanen

Städte prägen unsere globalisierte Welt. Kein Wunder wird der urbanen Vermessung hohe Bedeutung gegeben:

Eine Statistik zum Wachstum zeigt die Wichtigkeit der Städte:
(Quelle Bildschirmfoto)
Und die Vermessung des Urbanen auf Deutsch 1:
Weiter im Text: die Vermessung des Urbanen auf Deutsch 2:

 Letzter Teil: Vermessung des Urbanen auf Deutsch 3: