Nein, es geht nicht um König Bruno sondern um
Lewis Carrolls Sylvie and Bruno, einen Roman in zwei Bänden, der nicht in
Wonderland spielt, dafür in zwei Welten: der realen viktorianisch englischen Gesellschaft und in Anderland.
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| Bruno in Anderland auf toter Mauss sitzend (Quelle Wikipedia) |
Der Leser wird immer wieder abrupt zwischen den Welten hin und her geführt.
In Band 2 redet ein Fremder namens 'Mein Herr' von einem seltsamen Land, in dem wegen künstlicher Selektion Menschen leichter als Wasser werden und Verpackunsgmaterial leichter als nichts ist. Auch ist dieses Land dasjenige, das die Kartographie auf die Spitze treibt und die
Karte im Massstab 1:1 erstellt, deren Aufklappen habe allerdings die Bauern verärgert, weshalb heute wieder das Land selber als seine eigene Karte benutzt werde, was eigentlich auch recht praktisch sei!
Das Paradoxon der Karte 1:1 wurde von weiteren Schriftstellern aufgegriffen wie Michael Ende (in
Momo, wobei gleich als Globus!), Umberto Eco (in
Diario Minimo), Jorge Luis Borges (in
Von der Strenge der Wissenschaft, hier ein spannender
Artikel zu Verhältnis von Karte und Welt wie Kunst und Welt, mit
Nüchtern Grün landen wir wieder einmal im
Augarten in Wien, da waren wir schon im
Blog 2010 Schlatter unterwegs, wobei das Projekt nur Theorie blieb, weil es keine Ausstellungserlaubnis gab! Passt!).
Lisa Jevbratts beschäftigt sich übrigens aktuell mit der
1:1-Abbildung des Internets.